| Herder-Lichtenberg-Tag
2009
Auch der nunmehr vierte Herder-Lichtenberg-Tag gestaltete sich als
voller Erfolg. Um den angehenden Abiturienten einen anregenden Ausblick
auf ihr zukünftiges Studium zu ermöglichen und die berühmten
Namensväter der Schule noch einmal eindrücklich ins Gewissen
zu rufen, lädt der Förderverein in jedem Frühjahr
Wissenschaftler und Personen der Zeitgeschichte mit besonderem Bezug
zu Herder und Lichtenberg zu Gastvorträgen ein. Hierzu der
Bericht von Fr. Mnich, Vorstandsmitglied des Fördervereins:
Wenn die 11. Klassen geschäftig durchs Haus laufen, Beamer
und Laptop und Overhead-Projektor zusammen suchen, am Drucker und
Kopierer stehen, Räume mit Aphorismen und Porträts gestalten,
ist der Herder-Lichtenberg-Tag in Sicht, ist wieder 24. Februar.
Mit großer Freude und lobenswertem Engagement bereiten sich
die Großen für ihre Auftritte vor den 7. Klassen zu Leben
und Leistungen Lichtenbergs und Herders vor. Es ist alljährlich
ein bemerkenswerter Erfolg bei Zuhörern und Akteuren. Die beiden
Aufklärer schreiten einträchtig in die Klassenräume
und berichten übereinander. Sie bringen selbst gestaltete Zeitungen
aus ihrer Zeit mit, die – mit Kaffee bearbeitet – alt
erscheinen. Reden, Singen, Fabulieren, Experimentieren – alles
steht auf dem Plan der Doppelstunde. Wir Lehrer sind sehr zufrieden
über so viel Miteinander der Großen und Kleinen.
Währenddessen liest Dr. Thomas Stölzel,
Berlin, im Festsaal des Storkower Bogens für die Jahrgangsstufe
12 zum Thema „Mit Ideen experimentieren – Lichtenberg
als philosophischer Lebensbegleiter“, Lichtenberg in seiner
Beziehung zu Herder und Kant. Die Jugendlichen lasen sich
gern zum Philosophieren einladen.
Der Dokumentarfilm „Gerdas Schweigen“
nach dem gleichnamigen Buch von Knut Elstermann
wird gezeigt. Es herrscht Totenstille unter den 175 Schülern.
Der Autor beantwortet Fragen zur Jüdin Gerda, zu seinem Buch
und dem soeben erschienenen Film. Zum Tagesausklang gibt es Goethe-
und Schillerballaden aus dem Balladenjahr 1797, herrlich
vertont und gesungen von der Künstlergruppe Rose /
Georgi. Wenn die Klarinette einsetzt, ist die Aufmerksamkeit
der Jugendlichen ungeteilt.
Im ausgeschmückten Saal schauen Herder und Lichtenberg von
den Plakaten herunter und zwinkern uns wohlwollend zu.
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